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Analysebericht (illustratives Beispiel)

Rue de Bourg, Lausanne — Restaurant

Erstellt von SpotScore · Datum: 2026-08-13 · Illustratives Beispiel — allgemeine Strassenadresse ohne Hausnummer, kein Bericht zu einem konkreten Objekt und kein Bericht eines echten Kunden. So sehen Tiefe und Struktur des kostenpflichtigen Positionierungsberichts auf Basis echter offener Daten aus.


Zusammenfassung

Standort-Score 57.8/100 — eine der belebtesten Adressen im Sample, mit entsprechend intensiver Konkurrenz. Das komplementäre Umfeld ist maximal bewertet (100/100, 26 Hotels/Theater/Kinos/Bars in 300 m) — starkes Abend- und Tourismuspublikum. Gleichzeitig ist die Konkurrenzdichte extrem hoch: 74 Restaurants/Fast-Food/Pubs im Umkreis von 300 m, der nächste nur 24 m entfernt. Keine Kette dominiert (max. 2 Standorte pro Marke) — der Markt ist stark fragmentiert. Die konkrete Lücke liegt nicht im Angebot an sich, sondern in einem Zeitfenster, das die klassische Zwei-Service-Struktur der Lausanner Gastronomie offen lässt — siehe Abschnitt 3.

1. Verkehr und Potenzial (datenbasiert bestätigt)

FaktorPunktzahlWas das bedeutet
Verkehrsanbindung79.3 / 100Nächste Haltestelle in 103 m, 11 ÖV-Punkte im Umkreis von 300 m
Komplementäres Umfeld100 / 10026 Hotels/Theater/Kinos/Bars in 300 m — starkes Abend- und Tourismuspublikum
Konkurrenz22.4 / 10074 Konkurrenten im Umkreis von 300 m, der nächste in 24 m
Standort nach gemessenen Faktoren

Miete/Umsatz und Fussgängerverkehr sind in diesem Beispiel bewusst nicht bewertet — der erste Faktor braucht die tatsächliche Miete des Kunden, der zweite eine Zürich Fuss-/Velozählung-Station in der Nähe (in Lausanne nicht vorhanden — siehe Abschnitt 5).

2. Konkurrenzkarte (automatische Datenerhebung)

Konkurrenzkarte

Jeder Punkt ist ein reales Geschäft aus offenen Kartendaten (OpenStreetMap). Kreise zeigen die Distanz von der Tür.

Im Umkreis von 80 m — nächstgelegene Objekte

Dist.StandortTypÖffnungszeiten
24 mLe CyranoRestaurantnicht erfasst
45 mBamee BistroRestaurantnicht erfasst
46 mLa MurailleRestaurantMo-Sa 11:30-15:00 (nur Mittagsservice)
54 mBar TapasRestaurantnicht erfasst
71 mSt-François PubPubMo-Mi 11:30-24:00; Do 11:30-01:00; Fr 11:30-02:00
72 mL'EchoRestaurantMo-Sa 08:00-15:00 (schliesst nachmittags)
76 mChez MarioRestaurant11:30-14:00, 18:30-22:00 (Zwei-Service-Modell)

Im Umkreis von 300 m — Markenübersicht

Golden India und Casa & Lola sind die einzigen Namen mit je 2 Standorten in der Nähe — keine Kette hat eine dominierende Position. Bei 74 erfassten Konkurrenten ist das ein extrem fragmentierter, von Einzelbetrieben geprägter Markt.

Ketten mit mehreren Standorten in der Nähe

Fazit dieses Abschnitts: Der Wettbewerb ist zahlenmässig hoch, aber es gibt keinen einzelnen Namen, gegen den man antreten muss. Entscheidend ist, in welchem Zeitfenster man geöffnet hat (siehe Abschnitt 3).

3. Wo die reale Lücke liegt (nach tatsächlichen Öffnungszeiten der Konkurrenz)

Wie viele Konkurrenten pro Stunde geöffnet sind

Mittagsspitze (12:00-13:00) — voll gesättigt

44 von 46 erfassten Standorten sind zu dieser Zeit geöffnet — das dichteste Fenster des Tages. Ein reiner Mittagsservice-Betrieb konkurriert hier gegen praktisch den gesamten Markt gleichzeitig.

Nachmittag (15:00-17:00) — die eigentliche Lücke

Direkt nach der Mittagsspitze bricht die Abdeckung deutlich ein: von 44 (13:00) auf 26 (15:00) und 25 (16:00) — fast die Hälfte der Mittagsanbieter schliesst. Das Muster ist an den nächsten Nachbarn konkret sichtbar: La Muraille schliesst um 15:00 Uhr, L'Echo ebenfalls, Chez Mario schliesst sogar schon um 14:00 Uhr bis zum Abendservice um 18:30 Uhr — das klassische Zwei-Service-Modell der Lausanner Gastronomie lässt dieses Fenster grösstenteils frei.

Abend (18:00-23:00) — stabil, aber nicht übersättigt

Die Abdeckung bleibt am Abend bei 21-25 offenen Standorten relativ konstant und sinkt erst nach 22:00 Uhr merklich (15 um 22:00, 13 um 23:00) — getragen vom Hotel-/Theater-/Bar-Umfeld (Faktor «komplementäres Umfeld» 100/100). Ein solides, aber kein leeres Zeitfenster.

4. Empfehlungen zur Positionierung

  1. Durchgehend geöffnet von 12:00 bis 22:00 Uhr, statt dem Zwei-Service-Modell zu folgen. Die reale Lücke liegt zwischen 15:00 und 17:00 Uhr, wenn fast die Hälfte der Nachbarn (u. a. La Muraille, L'Echo, Chez Mario) geschlossen hat.
  2. Café-Restaurant-Hybrid als Format prüfen. Ein Angebot, das auch ausserhalb der klassischen Kernzeiten funktioniert (Kaffee, kleine Karte am Nachmittag), passt zur touristisch geprägten Umgebung mit unregelmässigen Essenszeiten.
  3. Nicht auf eine einzelne Marke zielen — der Markt ist fragmentiert. Bei 74 Konkurrenten ohne dominierenden Namen entscheidet die eigene Positionierung (Zeitfenster, Küche, Preissegment) mehr als ein direkter Vergleich mit einem bestimmten Nachbarn.
  4. Abendgeschäft mit dem Hotel-/Kultur-Umfeld verknüpfen. 26 Hotels/Theater/Kinos/Bars in 300 m sprechen für Kooperationen (Pre-/Post-Show-Menüs, Hotelpartnerschaften) statt reinem Laufkundschaftsgeschäft.

5. Was dieser Bericht nicht abdeckt (ehrliche Grenzen der Methode)

Die automatische Erhebung liefert nicht: reale Preise der Konkurrenz, Küchenqualität/Reputation, genaue Einkommens- oder Tourismusdemografie (Zugang zu BFS-Daten erforderlich, nicht angebunden), Küchenkapazität oder Kosten einer allfälligen Alkohollizenz. Für dieses illustrative Beispiel zusätzlich nicht bewertet: Miete/Umsatz (reale Zahlen des Kunden nötig) und Fussgängerverkehr (eine Zürich Fuss-/Velozählung-Station gibt es für Lausanne nicht — dieser Faktor ist aktuell nur für Zürich verfügbar).

6. Launch-Strategie (Launch Playbook)

6.1 Nachmittagsfenster gezielt testen

Soft Opening mit durchgehendem Betrieb 12:00-22:00 Uhr, um die reale Nachfrage im Fenster 15:00-17:00 Uhr zu prüfen, bevor das Personal fest darauf ausgelegt wird.

6.2 Öffnungszeiten als Positionierung kommunizieren

«Durchgehend geöffnet» explizit auf Google Maps und vor Ort angeben — in einem Markt mit klassischem Zwei-Service-Modell ist das ein Suchkriterium für Gäste, die spät Mittag oder früh Abend essen möchten.

6.3 Google-Präsenz und Kooperationen vor Eröffnung

Profil vor Eröffnung verifizieren; frühzeitig Kontakt zu nahegelegenen Hotels für Empfehlungslisten aufbauen — bei 26 Hotels/Kulturstätten in 300 m ein direkter, messbarer Hebel.

6.4 Kennzahlen der ersten Wochen

Wöchentliche Auswertung der Gästezahlen nach Tageszeit, insbesondere im Fenster 15:00-17:00 Uhr. Prüft die Hypothese aus Abschnitt 3 anhand realer Zahlen, nicht nur anhand von Kartendaten.


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